Halloween Aufarbeitung

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8. November 2015 von Wattong

Es gibt da diesen einen Tag im Jahr, da gehört es zum guten Ton sich zu gruseln. Für mich bedeutet das beim Filmeabend herrscht Damenwahl, denn Horror ist ihr Lieblingsgenre und für mich ist so ein Horrorfilmmarathon eine Horrorvorstellung. Passt also. Ich hab es überlebt und wie immer wenn man sich auf was Neues einlässt wird man doch überrascht. Hier meine Meinung zu den geschauten Filmen, doch vorweg, es sind Spoiler dabei, wer den vollen Genuß haben will schaut erst und liest dann. Und sieht sich vor allem keine Trailer davor an.

The Seasoning House

Angel ist ein taubstummes Mädchen das während des Balkankrieges mit anderen Mädchen in ein Bordell verschleppt wird. Hier herrscht Victor eisern und hält die Mädchen mit Angst und Rauschgift gefügig. Angel soll sich um die Mädchen kümmern, ihnen das Rauschgift geben und sie reinigen, wenn diese von Freiern misshandelt wurden. Doch die Hoffnung hat sie nicht gänzlich aufgegeben.

rosie-day-in-the-seasoning-house-2012-movie-image

Der preisgekrönte Film zieht einen durch sein realistisches Setting schnell in seinen Bann. Die  anfänglich beklemmenden Bilder aus Hilflosigkeit und Gewalt setzen einem gut zu und man leidet mit den armen Mädchen. Doch als sich die Dinge dann in Bewegung setzen verkommt der Film zu einer skurrilen Art „Stirb langsam“, was mich fast schon mehr amüsiert hat als es gut war.  Kleiner Tip, es kommt nicht gut bei Horrorfans an „Yippijajeh, Schweinebacke“ oder „Hohoho“ zu sagen.

The Caller

Hier besonders die Warnung, der Trailer verdirbt Vieles vom Film (was denken die Leute sich dabei!), am Besten erst den Film schauen.

Mary Kee steckt mitten in einem Scheidungsprozess mit ihrem übergriffigen Mann. Auch wenn sie in eine neue Wohnung umgezogen ist, verfolgt er sie bis dorthin und akzeptiert die Trennung nicht. Dazu bekommt sie auch noch laufend Anrufe von einer alten Dame namens Rose, die sie einfach nicht in Ruhe lassen will. Und auch wenn sie nette neue Leute kennenlernt, werden die Dinge seltsamer… und tödlicher.

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Auch wenn die getragene Spannungskurve bei den meisten Horrorfilmen mich nervt, der Film selbst hat mir am Besten gefallen, denn er wartet mit einigen sehr spannenden Kniffen auf um den Protagonisten und damit den Zuschauer in die Ecke zu drängen. Wie bei fast allen Filmen dieser speziellen Thematik entsteht einiges an Ungereimtheiten, über die man im Nachgang gut grübeln und diskutieren kann, was ich als großes plus ansehe. Spannend war es auf jeden Fall.

The Purge

USA in der nahen Zukunft. Die Säuberung ist eine Nacht im jahr, in der kein Verbrechen irgendeine Konsequenz hat. So soll die Gewaltbereitschaft der Bevölkerung und damit die Verbrechensrate gesenkt werden. Die Familie Sandin verschanzt sich wie jedes Jahr in ihrem Haus um die Nacht in Ruhe abzuwarten. Doch während der Nacht lässt der Sohn Charlie einen Flüchtling ins Haus und zieht so eine Gruppe von Reinigern an, die nur eine Forderung stellen. Liefert den Flüchtling aus oder werdet alle gereinigt.

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Auch wenn der Aufbau einem klassischen Horrorfilm folgt (erst alles schön nett und friedlich und harmlos, doch dann werden die Dinge ganz, ganz übel) ist es doch eher ein Actionfilm. Das eigentliche kontroverse Thema wird nur angeschnitten und was bleibt ist ein klassisches jagen und gejagt werden mit wenig Überraschungen.

Fazit

Von den 3 Filmen hat mir „The Caller“ am besten gefallen. Spannend, originell und ein paar nette Wendungen. Es ist zwar nicht meine Art Film, aber wenn man danach noch drüber grübelt, finde ich das immer gut. Ich vergleiche Horrorfilme gerne mit japanischer Küche, speziell dem Running Sushi. Die Ideen die an einem vorbeirollen sind meist spannend, aber mein Geschmack ist es meist leider nicht. Dieser Film ist für mich wie Sushi selbst, interessant zu essen und einfach mal was anderes und oft positiv überraschend.

„The Seasoning House“ kommt auf Platz zwei. Hier wurde ich sehr an einen Besuch bei einem Running Sushi erinnert, bei dem auf dem Band erst die grausigen Dinge kamen die ich von diesem Restaurant erwartet hatte (Meeresfrüchte, irgendwas mit Tentakeln, brrr), gefolgt von Kartoffelsalat. Auch hier sollte man sich nicht zu sehr drüber Freuen.

„The Purge“ war hingegen recht langweilig, ich glaube für alle Beteiligten. Es hätte was Großartiges werden können, wenn man das Grundthema und das Moralische besser behandelt hätte. So ist es wie dieser eine Reiskuchen, den es mal gab. Ganz okay, aber leider nichts Besonderes.

Oder in Punkten augedrückt

The Seasoning House 5/10 (IMDB 6,1/10 08.11.2015)

The Caller 6/10 (IMDB 6,1/10 08.11.2015)

The Purge 4/10 (IMDB 5,6/10 08.11.2015)

 

Mal sehen was nächstes Jahr so ansteht…..

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